Traumatherapie
nach Hélène Delucci
Das Wort Trauma lässt uns zuerst an extreme Ereignisse wie Kriege oder Verbrechen denken. Es meint jedoch einen allgemeinen psychischen Mechanismus, der auch von harmlos erscheinenden Ereignissen des Alltags ausgelöst werden kann.
Was ist ein Trauma?
Von einem Trauma sprechen wir, wenn ein Mensch einmal in eine sehr belastende Situation geraten ist, die seine Fähigkeit, diese zu verarbeiten, im Moment überfordert hat.
Das nicht integrierte traumatische Erlebnis kann langfristige Folgen haben. Es lebt gleichsam in uns weiter und belastet immer wieder die Gegenwart – vor allem, wenn etwas auftaucht, dass uns daran erinnert.
Schlüsselreiz oder auch »Trigger« nennt man Wahrnehmungen, die das traumatisierende Erlebnis der Vergangenheit reaktivieren. Oft genügt eine vage oder sinnbildliche Ähnlichkeit als Auslöser, und plötzlich fühlt sich die Gegenwart so an, als befänden wir uns wieder in jener Situation, die das Trauma ausgelöst hat.
In der Folge wird auch unser Verhalten beeinflusst. Alte Belastungen erzeugen neue. Von anderen Personen kann das nicht nachvollzogen werden. Manchmal nicht einmal von uns selbst.
Traumatherapie
Für schwer wie auch für leicht Traumatisierte helfen meine Methoden der Psychotraumatologischen Gesprächstherapie, sich schon nach wenigen Sitzungen weniger belastet und deutlich wohler zu fühlen.
Ich folge dabei der »Lösungsorientierten Psychotraumatologie« der auf Traumata spezialisierten Therapeutin Hélène Delucci. Diese fragt nicht »was war das Schlimmste?« (was manchmal Retraumatisierungen auslösen kann), sondern knüpft lösungsorientiert an vorhandene Stärken und Ressourcen an:
»Wie haben Sie es geschafft, das zu überleben und Ihren Alltag zu gestalten?« Dieser positive Ansatz fokussiert auf die Zukunft, statt die Vergangenheit aufzurühren. Ziel jeder Traumatherapie ist das Vermeiden von Vermeidungen und Flashbacks.
Methoden der Intervention
Für den Beginn ist es notwendig, ein Gefühl der Sicherheit, Entspannung und Ruhe, der Wertschätzung und des Angenommenseins herbeizuführen.
Neben dem Gespräch bringe ich weitere therapeutische Instrumente zum Einsatz, wie etwa das Imaginieren von Bildern, Atemübungen, Herstellen von Herzkohärenz, Bilaterale Körperstimulation (BLS), 4-Felder-Technik, Familienkollage, Körpererfahrung, Etablieren symbolischer Personen u.a.
Die Themen bearbeiten wir eines nach dem anderen. Immer wieder überprüfe ich graduell Ihr Gefühl der Sicherheit auf einer Skala von 1 – 10.
Symptome haben meist gute Gründe. Dies ermöglicht uns – ganz pragmatisch – die Suche nach Alternativen zu den Symptomen: Wenn etwa eine Patientin sich ritzt, kann sie versuchen, stattdessen ein Gummiband am Handgelenk zu verwenden, um den Impuls abzureagieren.
Psychotraumatologie nach Hélène Delucci
https://crccoaching.ch/gespraech-mit-frau-dr-helene-delucci/
https://shs.cairn.info/journal-therapie-familiale-2012-4-page-337?lang=en
Herzkohärenz- Atemübung nach Dr. David O’Hare
https://www.scorpio-verlag.de/Buecher/342/3•6•5–DerAtemCode.html
Erklärung Herzkohärenz und Wirksamkeit
https://www.heartmathdeutschland.de/die-methode/