Interimthearapie:
Psychotherapeutische Wartezeit-Begleitung

Sie warten auf einen Therapieplatz? Wollen Sie die Wartezeit nutzen und sich bis zum Beginn Ihrer von der Krankenkassa übernommenen Psychotherapie unterstützen lassen? Oder leiden Sie aktuell an einem akuten Problem, für das Sie Hilfe nicht erst in einigen Monaten brauchen, sondern am besten jetzt gleich? 

Ich habe mich auf die zwischenzeitliche Betreuung von auf ihre Therapie wartenden Klienten spezialisiert. Dafür habe ich eine Methode entwickelt, die Sicherheit vor Eskalationen bietet, sich auf geeignete Persönlichkeiten beschränkt und ausschließlich konstruktiv unterstützend interveniert. 

Warum gibt es Wartezeittherapie?
In Deutschland gibt es zu wenige Psychotherapeutinnen und -therapeuten im Verhältnis zur Anzahl jener Menschen, die für ein psychisches Problem Hilfe suchen. Bei ihrem ersten Termin mit einem Psychiater stellt dieser eine Diagnose und verschreibt ihnen z.B. eine entsprechende Form von Psychotherapie.

Diese wird von approbierten (staatlich zugelassenen) Fachärzten und Psychologischen Psychotherapeuten durchgeführt, deren Honorare die Krankenkasse begleicht. Da zu wenige zur Verfügung stehen, muss der Patient sich in eine Warteliste auf seinen Therapieplatz eintragen. Die Wartezeit dauert oft zwischen zwei und sechs Monate.

Wofür gibt es Interimtherapie?
Viele psychisch Leidende zögern lange, bevor sie bei einem Arzt Hilfe suchen. Erst wenn ihr Problem schon so schwer erträglich geworden ist, dass sie sich geradezu gezwungen sehen, etwas dagegen zu tun, können sie ihre Hemmschwelle überwinden.

Gerade für diese Patienten ist es belastend, ihre Behandlung nicht zeitnah beginnen zu können, sondern Monate lang vertröstet zu werden. Auch kann in der Zwischenzeit von der Diagnose bis zum Therapiebeginn einiges passieren, was ihre Lebenssituation noch schwerer macht.

Um mich gegen diesen Missstand der öffentlichen Gesundheitsvorsorge zu engagieren, habe ich die Interimtherapie bzw. Wartezeittherapie als eigene Therapieform entwickelt.

Anforderungen an eine Therapie für die Wartezeit
Die Herausforderung einer interimistischen psychotherapeutischen Betreuung besteht darin, dass sie gleichsam weder zu tiefgehend noch zu oberflächlich wirken darf:

Einerseits müssen Methoden eingesetzt werden, die rasch und deutlich zur Verbesserung der Situation der Klientin oder des Klienten führen. Ansätze aus den lösungsorientierten Therapieformen haben sich dafür bewährt.

Andererseits darf die Arbeit mit den Klientinnen und Klienten weder die nachfolgende Psychotherapie vorwegnehmen oder negativ beeinflussen, noch eine übermäßige Beziehung und Bindung zwischen Klient und Therapeut aufkommen lassen.

Sicherheit durch Beschränkung
Oberstes Prinzip bei jeder Interimtherapie ist die Absicherung der Klienten gegen alle  denkbaren Gefährdungen:

Dafür ist ein Bewusstsein der Grenzen einer solchen Begleitung, aber auch stetige Wachsamkeit gegenüber Eigendynamiken, Triggern und potentiellen Eskalationen im Therapieverlauf erforderlich.

Ebenso ist die Beschränkung auf kurzfristige, ausschließlich konstruktive, positiv beeinflussende, unterstützende und schonende Interventionen nötig.

In der Interimtherapie verwendete Methoden

  • Methoden der lösungsorientierten Kurzzeittherapie

  • Methoden der lösungsorientierten Psychotraumatologie

  • Methoden der systemischen Therapie

  • Methoden der Hypnotherapie

Ziele der Interimtherapie
Diese Methoden zielen darauf, Klientinnen und Klienten zu stabilisieren, ihnen ein Sicherheitsgefühl zu geben, ihre vorhandenen Ressourcen zu stärken und ihre Selbstwirksamkeit zu erhöhen.

Gleichzeitig verfolgen sie im Bezug auf die nachfolgende Psychotherapie das Ziel, die Phase des Einstiegs zu erleichtern und zu verkürzen.

Wofür ist die Wartezeittherapie (nach ICD-10) gut geeignet?

Allgemeine psychische Probleme / Krisen (z.B. Trauer, Erschöpfung, Burn Out,..)

Affektive Störungen bei leichtem bis mittelgradigem

Verlauf ohne psychotische Symptome

Posttraumatisches Belastungssyndrom (PTBS)

Anpassungsstörungen

Ängste und Phobien

Zwangsstörungen

Somatoforme Erkrankungen

Verhaltensauffälligkeiten mit körperlichen Störungen und Faktoren

Fälle die ich nicht annehme

Organische psychische Störungen (Demenzen und andere psychische Störungen aufgrund einer Schädigung des Gehirns oder einer körperlichen Krankheit)

Psychische und Verhaltensstörungen durch Alkohol, Drogen und/ oder Medikamente

Schizophrenien, schizotype und wahnhafte Störungen

Affektive Störungen mit schwerem Verlauf und/ oder psychotischen Symptomen

Pathologische Persönlichkeits- und Verhaltensstörungen

Intelligenzminderung

Entwicklungsstörungen

Verhaltens- und emotionale Störungen mit Beginn in der Kindheit u. Jugend